TRANSPARENT TRAILER NEUE TECHNOLOGIE VON LAND ROVER MACHT ANHÄNGER DURCHSICHTIG

1. September 2015

  • Innovatives Kamerasystem lässt Anhänger oder Wohnwagen unsichtbar werden
  • Kein toter Winkel mehr beim Überholen – dadurch einfacheres Manövrieren
  • „Cargo Sense“-App informiert auf dem Smartphone über Hänger und Ladung
  • Sensoren auf dem Anhängerboden erkennen Verrutschen der Fracht
  • Range Rover im Testbetrieb mit System-Prototyp unterwegs

Land Rover macht Fahrzeuganhänger durchsichtig. Mit dem Entwicklungsprojekt „Transparent Trailer“ erforscht der britische Allradspezialist Möglichkeiten, wie Gespannfahren sicherer gemacht werden kann. Ein Baustein des Konzepts ist ein Kamerasystem, das den Anhänger auf elektronischem Weg unsichtbar macht – der Fahrer erhält freie Sicht nach hinten, sowie ohne störenden toten Winkel. Überholmanöver werden dadurch ebenso sicherer wie das Manövrieren mit angekoppeltem Anhänger.


Land Rover erforscht darüber hinaus im Rahmen des Projekts weitere Technologien zur Verbesserung der Ladungssicherheit, etwa zur Überwachung von Pferden während der Fahrt. Einen Prototyp des Transparent-Trailer-Systems in einem Range Rover stellt Land Rover dieses Wochenende erstmals bei den Burghley Horse Trials vor, eine der größten Reitsport-veranstaltungen in Großbritannien.


Der Range Rover mit installierter Transparent-Trailer-Technik nutzt die Bilder des Surround-Kamerasystems, das über eine Rückfahrkamera und Kameras an den Außenspiegeln verfügt. Für die neue Technik kommt eine drahtlose Digitalkamera hinzu, die am Heck des Anhängers platziert wird. Das System setzt dann die Aufnahmen aller Kameras zusammen und erzeugt ein Livebild ohne Anhänger – dank Elektronik wird der Hänger durchsichtig. Sobald Anhänger und Zugfahrzeug gekoppelt werden, erscheint der digital aufbereitete und unverstellte Blick nach hinten automatisch im Innenspiegel des Fahrzeugs.


Dr. Wolfgang Epple, Director of Research and Technology bei Jaguar Land Rover: „Beim Überholen schaut man instinktiv in die Spiegel seines Autos. Im Gespannbetrieb ist das hintere Sichtfeld jedoch häufig eingeschränkt – ein großer toter Winkel verstellt den Blick. Mit unserem Transparent-Trailer-Projekt suchen wir nach Möglichkeiten, die Sicht nach hinten zu verbessern, ohne dass Größe oder Gestalt eines Anhängers eine Rolle spielen. Unser Prototyp liefert ein brillantes Videobild ohne Störungen durch andere Fahrzeuge oder Gegenstände. Dadurch wird Gespannfahren deutlich sicherer und weniger belastend.“


Beim Zurücksetzen kann der Fahrer die Bilder der Kameras zusätzlich auch auf dem großen Infotainment-Bildschirm im Armaturenbrett betrachten. Elektronisch erzeugte Führungslinien erleichtern das Manövrieren, indem sie die kommenden Fahrwege von Zugmaschine und Hänger in das Videobild einblenden.


CARGO SENSE: Hinter „Cargo Sense“ stecken innovative Ideen für ein Anhänger-Überwachungssystem, das Beladung und Transport optimiert. Der aktuelle Prototyp des Systems kombiniert eine im Hänger angebrachte kabellose Videokamera mit einer Drucksensorenmatte auf dem Anhängerboden. Beide Komponenten sind drahtlos mit dem Zugfahrzeug verbunden.


Cargo Sense hilft dem Nutzer, die Ladung gleichmäßig im Anhänger zu verteilen. Darüber hinaus registriert die druckempfindliche Matte Lageänderungen der Fracht – ob es nun Kartons, ein antikes Möbelstück, ein Oldtimer oder ein Turnierpferd ist.


Sobald das System ungewöhnliche Bewegungen der Ladung erkennt, sendet es die Warnung „Check Cargo“ auf die Anzeige am Armaturenbrett. Zugleich können Livebilder der Kamera aus dem Innern des Anhängers auf dem Infotainment-Schirm angezeigt werden. Während der Beifahrer diese Bilder auch während der Fahrt sieht, sind sie für den Piloten aus Sicherheitsgründen erst dann sichtbar, wenn das Gespann zum Stillstand gekommen ist.


Dr. Wolfgang Epple: „Unsere Kunden befördern immer wieder auch wertvolle Güter. Deshalb erforschen wir eine Reihe von Technologien, die den Zugbetrieb optimieren und sicherer machen – für den Fahrer ebenso wie für die Ladung, beispielsweise Pferde. Eine permanente Übertragung der Kamerabilder aus dem Anhänger könnte den Fahrer jedoch vom Geschehen auf der Straße ablenken. Deshalb entwickeln wir eine intelligentere Lösung, die ein Problem mit der Ladung im Anhänger selbsttätig erkennt und den Piloten entsprechend warnt. Anschließend stehen sofort Livebilder aus dem Hänger zur Verfügung, und die Passagiere können daraufhin entscheiden, ob ein Stopp und die Kontrolle der Fracht nötig sind.“


CARGO SENSE APP: Mit der Cargo-Sense-App wird der Fahrer auf seinem Smartphone über den Zustand von Ladung und Anhänger informiert – zum Beispiel während er bei einem Reitturnier den Parcours besichtigt und sein Pferd vorübergehend verlässt. Sollten sich beim Pferd Probleme anbahnen, etwa durch zu hohe Temperaturen im Hänger, wird der Besitzer automatisch per SMS benachrichtigt. Das gleiche Warnprogramm wird aktiv, falls sich ein Unbefugter am Hänger zu schaffen macht.


DAS WOHLBEFINDEN DER PFERDE: Jedes Jahr reisen viele Tausend Pferde im Anhänger zu Turnieren und anderen Veranstaltungen. Diese Transporte können noch sicherer gemacht werden. Dadurch sinkt die Unfallgefahr auf den Straßen ebenso wie das Verletzungsrisiko für Mensch und Tier. Schließlich kommt es immer wieder zu schweren Unfällen: etwa weil Pferde im Hänger umfallen oder diesen stark ins Schaukeln bringen.


In einem wissenschaftlichen Forschungsprojekt werden nun Stress und Belastungen für Pferde auf Reisen eingehend untersucht. Dabei arbeitet die britische Tierphysiologin Dr. Emma Punt mit der British Animal Rescue and Trauma Association (BARTA) sowie dem Royal Veterinary College der University of London zusammen. Die Wissenschaftler befassen sich unter anderem mit der Frage, ob die Cargo-Sense-Technologie von Land Rover zur Reduzierung des Stresslevels von transportierten Pferden beitragen kann.

Verbrauchs- und Emissionswerte Discovery Sport, Discovery, Range Rover Evoque, Range Rover Sport, Range Rover:
Kraftstoffverbrauch im kombinierten Testzyklus: 12,8 - 4,2 l/100 km, CO2-Emissionen im kombinierten Testzyklus: 299 - 109 g/km
Bei den angegebenen Kraftstoffangaben und CO2-Emissionen handelt es sich um Werte, die auf dem Prüfstand in technischen Labors unter Idealbedingungen nach standardisierten Verfahren der Verordnungen (EG) Nr. 715/2007 und Nr. 692/2008 in der jeweils geltenden Fassung ermittelt wurden. Die hier genannten Werte gelten nicht für das einzelne Fahrzeug, sie sind ausschließlich als Richtwert zu verstehen. Das standardisierte Testverfahren dient dem Vergleich zwischen verschiedenen Fahrzeugmodellen und Fahrzeugherstellern. Der Kraftstoffverbrauch der verschiedenen Ausführungen einer Modellreihe kann sich aufgrund unterschiedlicher Spezifikationen unterscheiden. Der Kraftstoffverbrauch und der CO2-Ausstoß eines Fahrzeuges sind nicht nur von der effizienten Ausnutzung des Kraftstoffes durch das Fahrzeug, sondern auch vom Fahrstil und anderen nichttechnischen Faktoren wie z.B. Fahrbedingungen, Gesamtfahrleistung und Pflegezustand des Fahrzeuges abhängig.
CO2 ist das für die Erderwärmung hauptsächlich verantwortliche Treibhausgas. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der bei allen Land Rover Vertragspartnern unentgeltlich erhältlich ist und unter http://www.autoverbrauch.at/ heruntergeladen werden kann. Vollständige Angaben zu den Verbrauchswerten finden Sie auch unter „Technische Daten“.